Seminar über Vereinsmanagement: Mitgliedsvereine erweitern ihr Knowhow über eine effiziente Vereinsführung

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Seminar über Vereinsmanagement: Mitgliedsvereine erweitern ihr Knowhow über eine effiziente Vereinsführung

Im Rahmen der Empowerment-Seminarreihe des Zentralverbandes der Assyrischen Vereinigungen und Europäische Sektionen (ZAVD) hatten besonders neu gegründete oder wieder aktivierte Vereine am Sonntag, den 13.09.2015, in Aschaffenburg die Möglichkeit, ihre Kenntnisse über das erfolgreiche Managen von Vereinen zu aktualisieren, zu erweitern und damit ihre Vereinsarbeit zu professionalisieren. Die recht jungen und neuen Vereins- und Vorstandsmitglieder erhielten praktische Tipps und fundiertes Wissen zur Organisation, Verwaltung und Leitung eines Vereins, um notwendige Aufgaben und Pflichten zeitgemäß und sachgerecht zu bewältigen. Carsten Pilz, Finanzreferent der Deutschen Jugend in Europa (djo) und Experte in Controlling und Fördermittelmanagement, bot einen Rundum-Überblick über alle relevanten Themen und Bereiche für eine effiziente Vereinsführung und schaffte damit eine gute Arbeitsgrundlage für die zukünftige Vereinsarbeit.

Wie gelingt mir ein reibungsloser Start meines Vereins? Um dieser Frage nachzugehen, sprang Carsten Pilz zunächst in die Anfänge der Vereinsgründung. Denn der Erfolg eines Vereins beginne mit einer guten Satzung, so der der Seminarleiter. Ein gutes Beispiel hierfür war die Frage, ob auch Minderjährige Vereinsmitglieder sein dürfen. Dies müsse in der Satzung festgelegt werden, wobei ein entsprechender Satzungsparagraph durchaus sinnvoll sei, um die Mitgliedszahl und damit die öffentliche Gewichtung des Vereines zu erhöhen. Um den Verein vor allem finanziell auf dem Laufenden zu halten, sei es besonders bei Jugendvereinen vorteilhaft, Alumni- oder Unterstützerprogramme einzuführen, um so ältere oder inaktive Mitglieder als Förderer, Unterstützer und Ratgeber beizubehalten.

Ein wesentlicher Grund, einen Verein in ein Vereinsregister eintragen zu lassen, sei es die Haftung der Vereinsmitglieder auszuschließen, sodass der Verein als juristische Person in Schadensfällen die Haftung übernimmt. Da auch neben der Vereinshaftung auch die Haftung für Vorstandsmitglieder bestehe, sei es wichtig, die Haftungstatbestände des Vereinsvorstandes zu minimieren, zum einen durch ordnungsgemäße Erfüllung der Aufgaben und Pflichten, zum anderen durch eine Risikoverlagerung auf eine Versicherung: bei unerwarteten Schäden oder Unfällen ist besonders eine Haftpflichtversicherung von großem Vorteil für einen Verein.

Vor allem Teilnehmer, die kürzlich erst Führungsaufgaben in Vereinen übernommen haben, zeigten großes Interesse für die Instrumente eines gelungenen – und das Finanzamt zufriedenstellenden – Finanzmanagements. Hierfür müsse jeder Verein seiner vom Finanzamt festgelegten Berichtspflicht nachkommen. Effektive Instrumente des Finanzmanagements sind ein Haushaltsplan, der zum Ende eines Jahres für das nächste Jahr aufgestellt wird, eine übersichtliche Buchhaltung und ein Jahresabschluss. Für einen gemeinnützigen Verein sei es wichtig, dass Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen sind. Eine Rücklagenbildung sei dann zulässig, wenn sie einem Zweck diene („zweckgebundene Rücklagenbildung“). So können Gewinne für längerfristige Ziele gebildet werden. Diese Ziele sollten immer sicherheitshalber schriftlich festgehalten werden.

Der Seminarleiter machte auch einen Exkurs in die Mittel und Medien der Öffentlichkeitsarbeit, deren Einsatz wichtig sei, um den lokalen und regionalen Bekanntheitsgrad eines Vereines zu erhöhen. Bei entsprechenden Aktivitäten erleichtere dies auch die Beantragung von Fördermittel. Da der ZAVD noch ein weiteres Seminar über Fördermittelakquise plant, konzentrierte sich Carsten Pilz auf lokale und regionale Möglichkeiten der Förderung für Vereine. Wichtige Mittel für kleine Vereine seien Mittel der Aktion Mensch, die sich aus Lotterieeinnahmen finanziert.

Insgesamt profitierten die Teilnehmenden aus mehreren Mitgliedsvereinen des ZAVD, darunter auch neuzugewanderte Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, von der geballten Expertise des Seminarreferenten, der Fragen zu Finanzen und Verwaltung mit seinem langjährigen Erfahrungsschatz in der Vereinsarbeit ergänzte. Durch das offene Seminarformat konnten sich die Teilnehmenden über Schwierigkeiten, Erfolgsstrategien und Best Practices für Vereine austauschen. Weitere Seminare über inhaltliche Themenbereiche wie Öffentlichkeitsarbeit folgen.

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