Treffen im Auswärtigen Amt zur humanitären und politischen Lage der Assyrer in Syrien

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Treffen im Auswärtigen Amt zur humanitären und politischen Lage der Assyrer in Syrien

Am 8. März 2018 nahm der ZAVD an einem Treffen mit der zuständigen Abteilung des Auswärtigen Amtes in Berlin teil, um die humanitäre und politische Lage der Assyrer in Syrien zu besprechen. Dabei ging es insbesondere um Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem ZAVD und den entsprechenden deutschen Ministerien, um der leidtragenden assyrischen Bevölkerung in Syrien Unterstützung zukommen zu lassen.

Bei dem Treffen wurde der ZAVD-Vorsitzende Aziz Said vom Vertreter des Europäisch-Christlichen Entwicklungswerkes für Syrien e.V. (ECEWS), Herrn Abdulmesih BarAbraham, begleitet. Die ECEWS hat seit ein paar Jahren mehrere Projekte in Syrien initiiert und arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen zusammen.

Bei diesem Gespräch informierte der ZAVD-Vorsitzende die Vertreter des Auswärtige Amtes über die aktuelle Situation der Assyrer in dem vom langjährigen Krieg geplagten Land. In der nordöstlichen Region Syriens, entlang der türkischen Grenze, leben heute Assyrer, Armenier, Kurden, Jesiden und Araber. Im Zusammenhang mit dem syrischen Konflikt ist das ganze Gebiet entlang der türkischen Grenze von den kurdischen Milizen zur sogenannten “Selbstverwaltungsregion” deklariert worden, was zu enormen Problemen geführt hat.

Von den über 200.000 Assyrern, die vor dem syrischen Konflikt dort lebten, sind die meisten geflüchtet. Um einer weiteren Flucht der verbliebenen assyrischen Bevölkerung entgegenzuwirken, haben assyrische Organisationen gemeinsam mit den Kirchen in den Städten Qamishli, Hasaka, Ras Al-Ain, Khabour-Region und Malikiyeh Hilfsmöglichkeiten und Hilfsvereine (fünf Hilfswerke, mit denen der ZAVD in Kontakt steht) organisiert. Durch Spenden von in Europa und in anderen westlichen Staaten ansässigen Assyrern konnte zudem humanitäre Hilfe geleistet werden. In erster Linie ging es bisher darum, die Not von Familien mit Kindern und älteren Menschen zu lindern.

Das Auswärtige Amt hat diese Ausführungen zur Lage der Assyrer und die Projektvorschläge mit Interesse entgegengenommen. Dabei wurde für mögliche Wiederaufbauprojekte auf die Hilfeleistungen des Ministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit hingewiesen. In zwei humanitären Bereichen könnte das Auswärtige Amt in der ganzen Region behilflich sein. Dazu sollen weitere Gespräche mit dem ZAVD stattfinden. Ziel soll der Wiederaufbau der zerstörten Gebiete, unter anderem des Khabours, sein, sodass die Menschen dazu motiviert werden, nicht auszuwandern. Außerdem soll die Rückkehr von bereits geflüchteten Menschen erleichtert werden.

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