Syrisch-orthodoxe Christen in Deutschland feiern ihren ersten Kirchentag

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Syrisch-orthodoxe Christen in Deutschland feiern ihren ersten Kirchentag

Unter dem Motto „Kirche lebendig und erlebbar machen“ feierten syrisch-orthodoxe Christen aus ganz Deutschland vom 15.-17. Mai im Kloster Sankt Jakob in Warburg, dem Zentrum der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, ihren ersten Kirchentag. Der Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien, Seine Heiligkeit Moran Mor Ignatius Aphrem II, erinnerte zu diesem Anlass an die Opfer des Völkermordes vor 100 Jahren und forderte die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung der verfolgten christlichen Minderheiten im Nahen Osten auf.

Patriarch Aphrem II, der zum Kirchentag nach Deutschland eingereist war, weihte das neu errichtete Seyfo-Denkmal auf dem Gelände des Klosters ein. Dieses erinnert an die zahlreichen Opfer des Völkermordes an Armeniern, Assyrern und Pontos-Griechen im Osmanischen Reich vor 100 Jahren. Der Patriarch mahnte an, das Schweigen über den Völkermord zu brechen, um so einem erneuten Völkermord gegen die Glaubensbrüder im Irak und Syrien zu entgegnen. Dabei fügte er hinzu, dass die Errichtung einer Sicherheitszone in der Ninive-Ebene für die christliche Bevölkerung, deren Herkunft auf vorchristliche Zeit zurückgeht, für den Erhalt dieser Kultur und die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Religionen und Völker in der Region unabdingbar sei. Der Appell war auch gerichtet an die deutsche Politik, die sich stärker für den Schutz der Minderheiten im Irak einsetzen solle. Auch eine Unterstützung der christlichen Milizen zur Selbstverteidigung gegen den Terror des Islamischen Staates sei in Betracht zu ziehen, solange die Rechtsstaatlichkeit in der Ninive-Ebene nicht wiederhergestellt sei. Dies bedürfe der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Ebenso müsse ein Zerfall Syriens unbedingt verhindert werden.

Ungefähr 8.000-10.000 Gäste aus ganz Deutschland nahmen an Gottesdiensten, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Musikdarbietungen und Ausstellungen des Kirchentages teil.

„Die rege Teilnahme am Kirchentag und die hohe Anzahl der jungen Helfer in den letzten Tagen demonstrieren, dass es der Diözese gelungen ist, ihre Zielgruppe, darunter besonders die junge Generation, zu erreichen”, so Johann Roumee, Vorstandsvorsitzender des Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen und Europäische Sektionen (ZAVD): „Wir gratulieren den Organisatoren zu diesem erfolgreichen Kirchentag und hoffen auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.“

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Kirchentag

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