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Assyrer durch kurdische Miliz YPG angegriffen

  • 5. Juli 2018

Am 25. Juni 2018 besetzten Milizsoldaten der YPG mit weiteren Verbündeten das assyrische Dorf Tal-Geziere. Am selben Tag wurden sie allerdings von den assyrischen Khabourwächtern aus dem Dorf vertrieben. Der YPG-Kommandant in Hassake mit dem Namen Brossk hat daraufhin seiner Miliz befohlen, sowohl das assyrische Dorf Tal-Geziere als auch das assyrische Dorf Tal-Bas mit Gewalt zu erobern und anschließend kurdische Militärstützpunkte zu errichten.

Die Einwohner der Dörfer und das Komitee der Khabourwächter lehnen solche militärischen Operationen seitens der YPG Zwecks Besetzung assyrischer Dörfer und Wohnhäuser ab. Ihre Beschwerde bei den lokalen kurdischen Kommandanten hat bisher nichts gebracht. Die Einwohner der 35 assyrischen Dörfer am Khabour-Fluss wollen durch ihre seit 2011 bestehende assyrische Polizei und Dorfwächter beschützt werden. Mit der Miliz der YPG und ihre Verbündeten wollen sie zusammen arbeiten. Nach der türkischen Invasion in Afrin haben die Assyrer in der Khabour-Region mehr als 1200 kurdische Flüchtlinge aus Afrin im assyrischen Dorf Tal-Nassri aufgenommen.

Solche Übergriffe seitens der YPG-Miliz und ihrer Verbündeten sind nicht neu. Nachdem der sogenannte Islamische Staat (IS) aus den assyrischen Dörfern am Khabour vertrieben und 210 entführte Assyrer befreit wurden, hat die YPG-Miliz und ihre Verbündeten, ausgerechnet als assyrische Familien in ihre Dörfer zurückkamen, mehrere assyrische Dörfer besetzt, so zum Beispiel die Dörfer Tal-Goran, Tal-Hermes und Tal-Demschich.

Wir appellieren an die kurdische Selbstverwaltung, die Übergriffe auf assyrische Dörfer und die Annektierung von assyrischen Wohngebieten zu stoppen und besetzte Dörfer an ihre assyrischen Einwohner sofort zurückzugeben.