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Zentralverband der Assyrer begrüßt 1.000 Gäste bei Akitufest in Wiesbaden

  • 12. April 2017

Der Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland (ZAVD) lud gemeinsam mit dem Mesopotamien Assyrischer Sport- und Kulturverein Wiesbaden am 1. April 2017 zum alljährlichen assyrischen Neujahrsfest „Akitu“ ein. Insgesamt feierten über 1.000 Gäste gemeinsam das neue Jahr 6767, was als neue Rekordzahl am Standort Wiesbaden zu verzeichnen war. Die Ausrichtung des Festes bezog sich insbesondere auf den Zusammenhalt, den Mut, den Frieden und die Gleichheit und vor allem die Hoffnung der Weltbevölkerung und der Assyrer in den aktuellen Kriegsgebieten, wie Syrien und dem Irak.

Samuel Alexander & Sven Gerich

Eröffnet wurden die Feierlichkeiten auf dem Sportgelände des SC Mesopotamien-Nassau mit einer Rede von Samuel Alexander (Mesopotamien Assyrischer Sport- und Kulturverein Wiesbaden). Dieser begrüßte alle Gäste und betonte die ursprüngliche Bedeutung des Akitu, des warmen und glücklichen Neuanfangs, der sich auf die Hoffnung, auf ein Ende des Leids der Zivilbevölkerung im Nahen Osten bezog. Ebenso lobte Alexander die tägliche Integrationsarbeit der Ehrenamtlichen des Vereins in Wiesbaden und die Bestrebung der Förderung des interkulturellen Dialogs. In der daran anschließenden Rede des ersten Vorsitzenden des ZAVD, Johann Roumee, unterstich dieser den Zusammenhalt und die Solidarität der assyrischen Community weltweit. „Wir dürfen unsere Brüder und Schwestern in der Heimat, in Syrien und dem Irak, wo derzeit Krieg herrscht, nicht vergessen. Es ist unsere Pflicht und Aufgabe diese ideell und materiell zu unterstützen. Unser Verband hat in diesem Zusammenhang mehrere Projekte ins Leben gerufen. Mit eurer Unterstützung können wir das Leid dieser Menschen lindern“, so der ZAVD-Vorsitzende Roumee. Ehrengast des Akitufestes war Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden Sven Gerich, der insbesondere die sportlichen Leistungen des SC Mesopotamien-Nassau betonte.

Helfer beim Kochen von assyrischen Spezialitäten

Neben den ernsten und bewegenden Ansprachen des Tages, standen allerdings auch viele imposante Programmpunkte auf dem Plan: Darunter ein Fußballturnier, das für Sportliebhaber veranstaltet wurde, traditionelle assyrische Tänze der Folkloregruppe Wiesbaden, ein musikalischer Auftritt der assyrischen Pfadfindergruppe Wiesbaden sowie eine Ausstellung assyrischer Kunstwerke. Bei schönem, sonnigem Wetter konnten sich die Gäste an vielen assyrischen Speisen in den Zelten erfreuen. Am Abend gingen die Tagesveranstaltungen über in einen traditionellen Galaabend mit assyrischen Tänzen und folkloristischer Musik.

Neben der zentralen Akitufeier in Wiesbaden, wurden ebenso Festivitäten in Gütersloh und Paderborn ausgerichtet.  Aber nicht nur in Deutschland feierten die Assyrer, sondern auf der ganzen Welt. „Mit diesen Veranstaltungen wollen wir auf der ganzen Welt jährlich ein Zeichen des Frohmuts und der Tradition setzen. Und das trotz der Trauer in unserer Urheimat Assyrien“, so Roumee abschließend.

Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den Ehrenamtlichen des „Gemeinsam Aktiv“-Projektes, durch deren Hilfe die Veranstaltung realisiert werden konnte