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Ein frohes, glückliches und friedvolles Akitu 6767 (2017)

  • 1. April 2017

Der Krieg in unserer alten Heimat hat Hunderttausende Menschenleben gefordert und viele weitere heimatlos gemacht. Wir Assyrer blicken auf eine lange Zeit des Leidens und des Schmerzes zurück.  Alleine im Jahr 2016 ereilten uns unaufhörlich Schreckensnachrichten von unseren Brüdern und Schwestern in unserer alten Heimat. Dazu zählten: Tod, Hass, Angst und Flucht. Das diesjährige Akitu, das kulturelle neue Jahr 6767 der Assyrer, sollte jeder Assyrer umso mehr zum Anlass nehmen und sich auf das Grundsätzliche besinnen: Den Zusammenhalt, den Mut, den Frieden und die Gleichheit und vor allem die Hoffnung.

Die ursprüngliche Bedeutung des Akitu des warmen und glücklichen Neuanfangs müssen wir Assyrer auf der ganzen Welt uns immer wieder vor Augen führen. Die Geschichte von Ishtar, der assyrischen Liebesgöttin und Tamuz, erinnert uns jedes Jahr aufs Neue daran, dass nach dunklen Zeiten, neue, glückliche und warme Zeiten anbrechen. Der Neuanfang steht symbolisch nicht nur für die Aussaat, sondern für den Geist und das Leben, neue Kraft und Hoffnung zu schöpfen. Die Bedeutung des Frühjahrsfestes, der Wiedergeburt und der Liebe, sollte jeder Assyrer dieses Jahr aufs Neue für sich umsetzen und leben.

Auf der ganzen Welt spitzt sich die Lage zu, selbst hier in Deutschland bleiben auch wir nicht vor dem aufkommenden Populismus verschont. Meist ist es die Angst vor dem Unbekannten, die die Menschen dazu bewegt, das Ungewohnte zu hassen. Deshalb und auch für unsere Brüder und Schwestern in der alten Heimat müssen wir stets bemüht sein uns gemeinsam für eine friedliche und glückliche Zukunft aller einzusetzen. Auch für das Erinnern an unsere prächtige Kultur, zu der das Akitu-Fest gehört und die ein Zugewinn für die Weltbevölkerung bedeutet, müssen wir uns stets gemeinsam einsetzen.

Wir wünschen allen Assyrern und vor allem unseren Brüdern und Schwestern im Irak und in Syrien ein friedvolles Akitu. Zudem rufen wir alle unsere Mitglieder und Freunde, sowie alle Gläubigen der Menschlichkeit dazu auf, sich weiterhin für ihre existenziellen Belange einzusetzen.